Scheffel-Pfad Singen am Hohentwiel
Leicht
In ehrendem Gedenken an Joseph Victor von Scheffel schuf die Stadt Singen den Scheffelpfad – einen aus zehn Tafeln bestehenden Weg, der sein Leben und Wirken lebendig werden lässt und zum Innehalten und Erinnern einlädt.
Details der Tour
Empfohlene Jahreszeit
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Besonderheiten der Tour
Aussichtsreich / Kulturelle Highlights
Wegebeschaffenheit
Der Scheffelpfad in Singen am Hohentwiel ist ein kulturhistorischer Rundweg, der Besucherinnen und Besucher auf den Spuren des berühmten Dichters Joseph Victor von Scheffel führt. Der Pfad erzählt aus dem Leben und den Werken des Schriftstellers, zeigt seine Bedeutung für die Stadt Singen auf und vermittelt zugleich spannende Einblicke in die Geschichte der Region Hegau-Bodensee. Startpunkt ist der Bahnhof Singen, von wo aus der Weg durch die Scheffel- und August-Ruf-Straße verläuft, an der Scheffelhalle vorbeiführt und schließlich hinauf zur oberen Festung des Hohentwiel führt – einem der markantesten Wahrzeichen der Stadt.
Joseph Victor von Scheffel, einst hoch angesehener Dichter des 19. Jahrhunderts, ist heute vielen nur noch als Name bekannt. In der Region Hegau-Bodensee jedoch lebt sein Andenken weiter: Zahlreiche Straßen, Gebäude und kulturelle Einrichtungen erinnern an ihn und seine populären Romanfiguren. Besonders in Singen zeigt sich die Wertschätzung für Scheffel – er hielt sich gern im historischen Gasthaus Krone auf, wohnte zeitweise in der Gaststätte am Hohentwiel und schrieb hier im Frühjahr 1854 an seinem bekannten Roman „Ekkehard“.
Der Scheffelpfad verbindet auf rund zwei Kilometern Natur, Kultur und Literatur. Entlang des Weges laden Informationstafeln dazu ein, mehr über Scheffels Leben, seine Werke und die literarischen Bezüge zu erfahren. Gleichzeitig bietet der Weg herrliche Ausblicke auf die Stadt, die Hegaulandschaft und die umliegenden Vulkanberge, die besonders Wandernde und Kulturinteressierte gleichermaßen begeistern.
Ob für Touristen, Literaturfreunde oder Familien – der Scheffelpfad ist ein ideales Ausflugsziel in Singen. Er vereint historische Einblicke, literarische Entdeckungen und Naturerlebnis auf einer leicht begehbaren Route und ist somit perfekt für Tagesausflüge, Spaziergänge und kulturelle Rundgänge in der Region.
Autorentipp
Der Blick von der Festungsruine Hohentwiel auf die Stadt Singen, den Untersee, den Hegau und die Alpen belohnt den anstrengenden Aufstieg!
Wegbeschreibung
- Bahnhof
Beginn des technischen Zeitalters in Singen. Scheffel nutzt die Eisenbahn, die 1863 auch in Singen fährt. Beginn eines zukünftigen städtischen Umfeldes mit Errichtung des Bahnhofs 1877. - Scheffelstraße
Scheffelverehrung im Singen des 19. Jahrhunderts. Benennung der Straße zu Lebzeiten des Dichters. Beschreibung des damaligen Dorfes und der sozialen Strukturen bis zur Entwicklung der Stadt mit der Scheffelstraße als Haupteinkaufsstraße und großen Kaufhäusern. - Hadwigstraße
Vorstellung Hadwigs, der Herzogin von Schwaben und Kurzfassung des Ekkehard-Romans. - Städtische Bibliotheken
Von der Erstausgabe des Ekkehard bis zum Bestseller in englischer und französischer Sprache. Verweis auf die städtischen Bibliotheken, die rund 200 Ausgaben besitzen. - Ekkehardschule
Der Scheffelkult gibt Anlass für die Taufe von Straßen, Brunnen, Plätzen und Schulen. Hinweis auf den Scheffelbund und den Scheffelpreis für gute Leistungen im Fach Deutsch. - Altes Dorf
Scheffels Beziehungen in den Hegau durch seine Großmutter, seine Bekanntschaften in der Singener Gesellschaft und seine Liebe zur Hegaulandschaft. - Gasthaus "Krone"
Scheffels Vorliebe für das Singener Gasthaus Krone, in dem damals die Dorfhonoratioren verkehrten. Die Künstlerecke ab 1926 und die Enthüllung der Scheffelgedenktafel 1929. - Die Hallen
Die 1906 gebaute Festspielhalle und die Gründe für ihren Abriss sowie der Bau der Scheffelhalle zum 10. Hegau-Sängerbundfest 1925. - Gasthaus "Hohentwiel"
Was waren Scheffels Beweggründe zur Dichtung des Ekkehard? Von den Studien im Kloster St. Gallen bis zum Gasthaus am Hohentwiel, wo Teile des Romans entstanden. Die Gründung der Scheffelgemeinde auf dem Hohentwiel und die Freilichtspiele. - Württembergische Hohentwiel-Gesellschaft
Die Gründe für die Stiftung der Medaillons auf dem Hohentwiel von Scheffel und Bismarck lagen im nationalen Selbstbewusstsein nach der Reichsgründung 1871. - Die Scheffelstatue
Die Scheffelstatue des Singener Künstlers Gero Hellmuth wurde 2014 mit Blick auf den Hohentwiel ausgestellt. Sie zeigt den Dichter im Augenblick der Inspiration für seinen Roman "Ekkehard".
Buchempfehlungen des Autors
- Reinhild Kappes: Joseph Victor von Scheffel - Einblicke in ein vielschichtiges Leben
- Singen 2011 (Hegau-Bibliothek Bd. 150)
- Download des Flyers zum Scheffelpfad (s. unten)
Weitere Informationen
Die Scheffel-Publikation können Sie im Stadtarchiv Singen für 7,80 € käuflich erwerben.