UNESCO Welterbestätte Pfahlbauten, Allensbach-Strandbad
Die bereits 1858 entdeckte Seeufersiedlung der jungsteinzeitlichen Horgener Kultur ist für ihre außergewöhnlichen Funde bekannt. Neben Textilien und gut erhaltenen Holzobjekten zählen dazu insbesondere der vollständig erhaltene „Steinzeitdolch von Allensbach“ und die berühmten „Sandalen von Allensbach“.
Einen anschaulichen Einblick in das Leben der jungsteinzeitlichen Siedler und die faszinierenden Funde aus Allensbach geben das Archäologie- und Heimatmuseum Allensbach und das Archäologische Landesmuseum Baden-Württemberg in Konstanz. Die Originalfunde sind im Archäologischen Landesmuseum zu sehen.
Der Steinzeitdolch von Allensbach
Ein ganz besonderer Fund gelang bei archäologischen Untersuchungen im Winter 2002/2003. Auf dem heutigen Gelände des Campingplatzes stießen Archäologen des Landesamtes für Denkmalpflege etwa 1,5 Meter unter der Oberfläche auf die Reste einer Pfahlbausiedlung, die um 2913 v. Chr. gegründet wurde.
Unter den Funden befand sich ein außergewöhnlicher 16 Zentimeter langer Feuersteindolch: Die sorgfältig gearbeitete Klinge besteht aus hochwertigem oberitalienischem Feuerstein und besitzt einen vollständig erhaltenen Holzgriff.
Ein vergleichbarer Dolch mit vollständig erhaltener Schäftung ist bislang nur aus der Ausrüstung von „Ötzi“, der berühmten Gletschermumie aus den Alpen, bekannt.
Die Herkunft des Feuersteins ist dabei besonders aufschlussreich. Zusammen mit weiteren Funden belegt sie, dass die Menschen am Bodensee bereits vor rund 5.000 Jahren weitreichende Kontakte in den südlichen Alpenraum und nach Norditalien pflegten.
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Strandbad Allensbach
Strandweg 30
78476 Allensbach